Dippmannsdorf

„Auf, ins Paradies!“ lautete die Ansage bevor wir uns auf den Weg nach Dippmannsdorf machten. Und bevor die Unerfahrenen unter uns, die Aussage zu deuten wussten, waren wir ja auch schon da: Im „Paradies“! In Dippmannsdorf hat das Wort „Paradies“ einen breiten Anwendungsbereich. Und es passt in jeglicher Hinsicht. Im „ersten Paradies“ wurden wir, Mitglieder der Jury, erwartungsvoll und herzlich von vielen interessierten Einwohnern von Dippmannsdorf sowie dem Ortsvorsteher Herrn Knie begrüßt. Für diesen tollen Empfang möchte ich mich im Namen aller Juroren bedanken.

In dem frisch renovierten Restaurant, das mit seiner Einfachheit und Eleganz besticht, erwartete uns eine interessante und sorgfältig vorbereitete PowerPoint-Präsentation, die uns einen kleinen Vorgeschmack auf das gab, was wir wenig später selbst erkunden durften. Uns wurden Projekte vorgestellt, in die die Dippmannsdorfer viel Kraft und Herzblut investieren, um ihr Dorf liebens- und lebenswert zu halten und es weiterzuentwickeln. Wir haben gestaunt, wie viel die nur knapp 340 Einwohner auf die Beine stellen können. Sechs Vereine, eine aktive Feuerwehr, eine Kinderfeuerwehr, die Gemeinschaftseinrichtung „Alles unter einem Dach“, Kunstausstellungen in der Kirche, das Naturbad und der Naturspielplatz. Und das sind nur einige der zahlreichen Initiativen der Dippmannsdorfer.

Fakten

  • erste Erwähnung des Ortes 1285 als Ditmarstorph, also Dorf des Dietmar
  • Ortsteil der Kreisstadt Bad Belzig
  • ungewöhnliche Fachwerkkirche, die auf Friedrich August Stüler zurückgeht
  • 349 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015)
  • ausgedehntes Quellgebiet am Fläminghang, das Naturdenkmal Dippmansdorfer Paradies
  • Silberplakette im Bundeswettbewerb 2001 „Unser Dorf soll schöner werden“

Nach der Präsentation ging es ins „zweite Paradies“, das Natur-Quell-Gebiet „Dippmannsdorfer Paradies“. Durch schmale Pfade erkundeten wir die Brücken und sprudelnden Quellen, den Kinder-Naturlehrpfad und genossen die saubere Waldluft. Danach durften wir die neu sanierte Schule besichtigen, wo Geografie-Unterricht auch mal unter freiem Himmel stattfinden kann. Es war schön, zu sehen wie alle Kinder freudestrahlend den Ortswehrführer Klaus begrüßten und seine Uniform bewunderten, da sie ihn dort in der Funktion des Hausmeisters kennen. In der angrenzenden Kita „Waldwichtel“ wurde uns der liebevoll gestaltete Spielplatz präsentiert, der jedes Jahr von den Eltern frühlingsfrisch und winterfest gemacht wird.

Das Leitbild von Dippmannsdorf „Natur gemeinsam erleben“ fügt sich perfekt in die geografische Lage und die Philosophie der Bewohner ein. Sie achten auf die Natur, pflegen emsig das Landschaftsbild und entwickeln neue interessante und einzigartige Projekte, die dieses Ortsbild positiv zur Geltung bringen. Gepflegte, denkmalgerecht sanierte Häuser, Gärten, Straßen und Spielplätze erfreuen das Auge, wenn man durch Dippmannsdorf geht. Das Leitbild zieht sich wie ein roter Faden durch alle öffentlichen Projekte und ist bei jeder Aktion spürbar.

Durch interne Synergieeffekte ist es den Einwohnern von Dippmannsdorf gelungen, 24 Betriebe mit insgesamt 70 Arbeitsplätzen im Dorf anzusiedeln und damit dem Trend der Abwanderung entscheidend entgegenzutreten. Was für eine tolle Leistung!

Ebenfalls hervorzuheben ist das hohe ehrenamtliche Engagement der Menschen in Dippmannsdorf. Die Schaffung der Gemeinschaftseinrichtung „Alles unter einem Dach“, die eine Kita, Schule, Hort, Turnhalle sowie die Begegnungsstätte beinhaltet, ist nicht nur familienfreundlich, sondern auch gesellschaftlich sehr progressiv. Die Großen von morgen lernen bereits in ihren frühen Jahren von den Großen von heute. Dieses nachahmungswürdige Projekt ist ein gelungenes Beispiel für eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung der Stadt Bad Belzig, dem Ortsvorsteher und dem Ortsbeirat!

Ebenfalls hervorzuheben ist das hohe ehrenamtliche Engagement der Menschen in Dippmannsdorf. Die Schaffung der Gemeinschaftseinrichtung „Alles unter einem Dach“, die eine Kita, Schule, Hort, Turnhalle sowie die Begegnungsstätte beinhaltet, ist nicht nur familienfreundlich, sondern auch gesellschaftlich sehr progressiv. Die Großen von morgen lernen bereits in ihren frühen Jahren von den Großen von heute. Dieses nachahmungswürdige Projekt ist ein gelungenes Beispiel für eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung der Stadt Bad Belzig, dem Ortsvorsteher und dem Ortsbeirat!

Aus der Laudatio von Tanja Matthias zum 10. Kreiswettbewerb 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“ in Potsdam-Mittelmark

Eindrücke aus der Ortsbegehung "Unser Dorf hat Zukunft 2017" in Potsdam-Mittelmark

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