Marzahna

Das Dorf Marzahna erschließt sich dem Gast auf zwei sehr unterschiedlichen Wegen.

Der eine, schnellere, Weg ist der auf der B 2 aus Richtung Wittenberg oder Treuenbrietzen kommend. Schnurgerade durchrollt man das Dorf auf einer glatten breit ausgebauten Straße.

Der Blick nach links und rechts zeigt dem Betrachter gepflegte große Bauerngehöfte und Häuser mit hübschen Vorgärten entlang eines beidseits breiten begrünten Straßenraumes. Wer etwas genauer hinsieht, freut sich an dem kleinen Dorfteich und schön gestalteten Auffahrten zu den Grundstücken, kleine grüne Plätze inmitten des Rauschens des Durchfahrtverkehrs.

Im Frühjahr dann eine Überraschung – die grünen Straßenränder prangen in prallbunten Farben tausender Frühlingsblüher; gepflanzt von den Frauen des Dorfes als ein fröhlicher Gruß und eine Einladung an die Reisenden doch gerne näher zu treten.

Doch wer hier fährt, hat meist ein anderes Ziel im Auge und der nächste Termin lässt wenig Zeit für einen Zwischenstopp. Trotzdem – das Dörfchen bleibt in guter Erinnerung.

Wer sich dann Zeit nimmt, wiederkommt und den zweiten, langsameren, Weg wählt, dem bietet sich ein ganz anderes Entree in das Dorf Marzahna. Über die ruhige Landstraße von Zeuden herkommend betritt man Marzahna so zusagen durch die Gartentür. Eingebettet in weite Äcker und Wiesen beginnt das Dorf hier mit großen Bauerngärten, in denen vielfach noch alte Obst-baumbestände zu finden sind. Große Scheunen schließen die Gehöfte zu den Gärten hin ab und zeugen vom Fleiß seiner Bewohner.

Leicht erhöht reckt eine hölzerne Windmühle ihre Flügel in den Himmel und begrüßt so schon von weitem den Ankömmling, der sich neugierig auf eine Begegnung mit Marzahna einlässt.

Rundum die Windmühle herum haben die Marzahner das Herz ihres Dorfes angelegt. Abseits von der großen Straße gruppieren sich hier die Feuerwehr, das Dorfgemeinschaftshaus, die Turnhalle und der Kinderspielplatz. Hier trifft man sich, um gemeinsam zu beraten, Ideen zu schmieden, Entscheidungen zu treffen – natürlich auch um zu feiern und es sich gemeinsam nach getaner Arbeit gut gehen zu lassen.

Fakten

  • ein Ortsteil der Stadt Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark
  • 2,5 km bis zur Grenze zu Sachsen-Anhalt
  • gehörte bis 1952 zum Landkreis Wittenberg in der preußischen Provinz Sachsen
  • danach dem Kreis Jüterbog im Bezirk Potsdam zugeordnet
  • Baudenkmale
    • Evangelische Dorfkirche
    • Bockwindmühle in Marzahna
    • Lenin-Gedenkstein

Das heutige Dorfgemeinschaftshaus hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich, denn unter seinem Dach befindet sich der Kindergarten, hier tagt der Ortsbeirat, hier treffen sich die Mitglieder der Vereine und hier wird gefeiert.

Eindrücke aus der Ortsbegehung "Unser Dorf hat Zukunft 2017" in Potsdam-Mittelmark

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