Schlamau

Wer nach Schlamau kommt, der versteht bei dessen leichter Tallage besser, warum sich der Hohe Fläming halb scherzhaft als das kleinste Mittelgebirge Deutschlands bezeichnet. Die geschützte Lage am Fuß von eiszeitlichen Trockentälern, hier „Rummeln“ genannt, und die Schlamauer Quellen waren der Grund für die ersten Siedler, sich hier vor mehr als 650 Jahren an dieser Stelle im Fläming niederzulassen.

Auch heute lässt es sich in Schlamau gut leben. Das gewachsene Bauerndorf weist mit der Kirche und der benachbarten alten Schule, heute Dorfgemeinschaftshaus und Gaststätte, einen klaren Mittelpunkt auf.

Schlamau ist ein unregelmäßiges Angerdorf. Die meisten Wohnhäuser wurden erst nach der Wende zum 20. Jh. auf wesentlich älteren Gehöften errichtet. Die neuen Häuser stehen immer parallel zur Straße in der Straßenflucht, die Vorgänger standen zurückgesetzt oder in der Hofmitte. Als Vierseithöfe mit den vollständigen Nebengebäuden sind nur noch zwei Gehöfte erhalten. Es  gibt außerdem noch einen in seiner ursprünglichen Struktur erhaltener Dreiseithof. Einen wichtigen Blickpunkt im Ortskern stellt das Wohnhaus mit städtischer Klinker-Schmuckfassade und klassizistischen Fassadenelementen dar.

Als neue Häuser entstanden in den 50er Jahren drei Wohngebäude der sogenannte Siedlung, südlich außerhalb des Ortes. In den 70er Jahren kamen an den Ortsrändern Eigenheime dazu.

Der Anger in Schlamau ist geprägt durch den Dorfteich, der 2012 saniert wurde. Die Wasserspeisung des Teiches erfolgt über Quellen, die in den südlich von Schlamau gelegenen Rummeln entspringen.

Fakten

  • 461 Einwohner (mit Gemeindeteilen)
  • Gemeindeteile: Arensnest und Schmerwitz
  • Wohnplätzen Siedlung und Steindorf

Veranstaltungen

  • Osterfeuer in Schlamau
  • Dorffest in Schlamau
  • Grillabend in Schlamau
  • Weihnachtskonzert in der Kirche Schlamau

Aus der Geschichte

Schlamau wurde 1361 erstmals urkundlich erwähnt und lag zu keiner Zeit wüst, denn Schlamau verfügte über ausreichend Wasser. Die Kirche, ein Feldsteinbau mit Apsis aus dem 13. Jahrhundert, ist ein Baudenkmal. 1701 wurde die Kirche unter Einbeziehung der Apsis in Richtung Osten erweitert. Aus dem Jahr 1469 stammt die Glocke, 1740 wurde eine Sakristei, 1746 eine Gruft angebaut.

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